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Raus in die Welt – mit Erasmus+

Liebe Schülerinnen und Schüler,
sehr geehrte Eltern,

die Deutsche Schule Sofia bietet ihren Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, Auslandsaufenthalte im europäischen Ausland durch das Förderprogramm Erasmus+ finanziell unterstützen zu lassen.

Gefördert werden zwei Mobilitätsformen:

  • Short-Term-Mobilität:
    Dauer von mindestens 10 bis maximal 29 Tagen

  • Long-Term-Mobilität:
    Dauer von 30 bis maximal 6 Monate (längstens bis zum 31.8.)

Die Förderung richtet sich nach der Dauer des Aufenthalts. Beispiele:

  • 29 Tage (Short Term): Gesamtförderung von ungefähr 2.485 Euro

  • ca. 6 Monate (Long Term): Gesamtförderung von etwa 11.150 Euro

Der Auslandsaufenthalt kann in einem europäischen Land frei gewählt werden.
Besonders nahe liegt – auch aus sprachlicher und schulischer Sicht – ein Aufenthalt in Deutschland, grundsätzlich sind jedoch auch andere europäische Länder möglich.

Bei Interesse an einem geförderten Auslandsaufenthalt bitten wir darum, einen persönlichen Beratungstermin mit der Schulleitung zu vereinbaren, um individuelle Möglichkeiten, Voraussetzungen und den Ablauf zu besprechen.

Wir freuen uns, unsere Schülerinnen und Schüler auf ihrem Weg zu internationalen Erfahrungen begleiten zu dürfen.

Kurzzeitmobilität – Digitale Medien und Verantwortung

Ich hatte die Möglichkeit, die Deutsche Schule Prag zu besuchen und mich intensiv mit dem Thema verantwortungsvolle Nutzung sozialer Medien sowie mit dem Projekt der Digitalen Helden auseinanderzusetzen.

Ein wichtiges Lernziel war der bewusste und verantwortungsvolle Umgang mit sozialen Medien. Dabei setzten wir uns damit auseinander, welche Auswirkungen das eigene Online-Verhalten haben kann. Wir lernten, die eigene Privatsphäre zu schützen, respektvoll zu kommunizieren und falsche Informationen zu erkennen. Das erworbene Wissen soll im Alltag angewendet und auch an Mitschülerinnen und Mitschüler weitergegeben werden.

Ein weiterer Schwerpunkt war das Projekt „Digitale Helden in Sofia“. Die Schülerinnen und Schüler erhielten Einblicke in den Aufbau und die Ziele des Projekts und konnten beobachten, wie durch Workshops und verschiedene Aktivitäten ein sicherer und verantwortungsvoller Umgang mit digitalen Medien gefördert wird.

Die Kurzzeitmobilität stärkte das Bewusstsein für Medienkompetenz, kritisches Denken und verantwortungsvolles Handeln im digitalen Raum und gab wichtige Impulse für die Arbeit innerhalb der Schulgemeinschaft.

Taline, 8a

Kurzzeitmobilität – Digitalisierung

Im Rahmen des Erasmus+-Programms hatte ich die Möglichkeit, zwei Wochen lang meine alte Schule, das Konrad-Adenauer-Gymnasium in Bonn, zu besuchen. Während meines Aufenthalts war ich in der Klasse 10B.

Die Schule umfasst die Klassenstufen von der fünften Klasse bis zur Q2. Das bedeutet, dass dort das G9-System gilt, also insgesamt 13 Schuljahre bis zum Abitur. Außerdem lernen die Schülerinnen und Schüler nach dem Schulsystem des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen (NRW).

Besonders aufgefallen ist mir die moderne Ausstattung der Schule. Alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 10 arbeiten mit iPads, die entweder von der Schule zur Verfügung gestellt werden oder privat angeschafft wurden. Außerdem sind alle Klassenräume mit Smartboards ausgestattet, was den Unterricht digital und interaktiv gestaltet.

Der Stundenplan der Klasse 10B war klar strukturiert: Montags, mittwochs und donnerstags hatten sie Unterricht bis 14:10 Uhr, während dienstags und freitags der Schultag bereits um 13:20 Uhr endete. Die Schülerinnen und Schüler hatten eine große Vielfalt an Fächern, darunter Deutsch, Mathematik, Englisch, Philosophie, Politik, Französisch, Physik, Chemie, Sport, Erdkunde, Geschichte, Kunst und Biologie. Zusätzlich gibt es den sogenannten Differenzierungskurs (Diffkurs), den man bereits in der 9. Klasse wählt. Hier können die Schülerinnen und Schüler zwischen verschiedenen Bereichen wie Spanisch, Kunst, Biochemie oder Informatik entscheiden und so ihre Interessen vertiefen.

Ein weiterer Unterschied betrifft die Leistungsbewertung: In einigen Nebenfächern, wie zum Beispiel Biochemie oder Physik, schreiben die Schülerinnen und Schüler keine Klassenarbeiten. Stattdessen werden ihre Leistungen durch Tests sowie durch die sonstige Mitarbeit im Unterricht bewertet.

Während meines Aufenthalts mussten die Schüler außerdem ihre Projekte für die anstehende Projektwoche auswählen. Die Projektwoche steht unter dem Motto „Eine nachhaltige Zukunft gestalten“. Alle Projekte orientieren sich an diesem Thema, zum Beispiel handwerkliche Arbeiten mit recycelten Materialien oder das Einpflanzen von Gemüse.

Insgesamt war mein Aufenthalt sehr interessant und lehrreich. Ich konnte viele neue Eindrücke vom Unterricht und dem deutschen Schulsystem gewinnen, insbesondere im Bereich der Digitalisierung. Gleichzeitig war es spannend, den Schulalltag aus einer anderen Perspektive zu erleben.

Katrina, 10b

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